Woher kommt ein schlechtes Release?
Viele wollen es nicht machen, tun es aber trotzdem immer wieder: Die Hand bewegt sich nach dem Lösen in alle möglichen Richtungen; nach oben, zur Seite oder nach unten. Nur nicht, wo sie eigentlich hingehen sollte, nämlich in die Gegenrichtung des Pfeilfluges nach hinten.
Das Winken hat damit zu tun, dass vor dem Lösen die Fehler begangen werden. Und vor dem Lösen ist man im Anker. Vielleicht wiederhole ich mich, aber ein Anker sollte fest und stabil sein. Das heißt, dass man nicht nur mit einem Finger irgendwo den Mundwinkel oder die Wange berühren sollte, sondern die ganze Hand fest im Gesicht stehen sollte. Ein weiterer Grund ist auch, dass sehr wenige wirklich aus der Rückenspannung schießen. Löst man dann, geht die Zughand unweigerlich irgendwo hin.
Auch das ist nicht immer gleich. Je nach Auszug - und der kann teilweise bis zu drei Zoll variieren – eben mal nach oben, mal zur Seite und mal sonst wo hin. Auch die Größe der Bewegung ist unterschiedlich.
Will man das ändern, muss man zunächst am Anker und an der Rückenspannung arbeiten. Dazu empfiehlt es sich, es schrittweise anzugehen. Am einfachsten beginnt man mit einem einfachen Gummi als Sehnenersatz. Damit hat man keinen Zug auf den Fingern und kann sehr einfach einen festen Anker und die Rückenspannung üben.
Wer die Möglichkeit hat, sollte mit einem schwachen Bogen weiter üben. Wer einen 20-Pfund-Bogen zu Verfügung hat, sollte das so lange machen, bis es gut funktioniert. Nur mal einige Schüsse so zu machen ist zu wenig. Man muss sich wirklich damit wohlfühlen. Auch sollte man nur auf sehr kurze Entfernungen (rd. 4 bis 5 Meter) schießen und dabei nicht treffen wollen. Der leere Dämpfer tut es auch.
Läuft es mit dem schwachen Bogen rund, steigt man auf seinen eigenen Bogen um. Auch hier sollte man nicht sofort auf weite Entfernungen gehen, sondern einzelne Übungen aufbauend machen. Und diese so lange, bis man nicht mehr winkt.
Übungen für ein sauberes Release
Schießen mit geschlossenen Augen auf 5 Meter
Schießen mit offenen Augen auf 5 Meter
Schießen mit offenen Augen auf 10 Meter
Erhöhen der Entfernung immer um 2 Meter: 5 - 7 - 9 - 12 - 14 - 16 - 18 m
Verringern der Entfernungen von 18 m bis 5 m
Schießen auf 20, 30, 40, 50 m
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