Historische Pfeilschäfte
von Rudolf Faustmann
Da viele Bogenschützen an historischen Bögen zunehmend Gefallen finden, ist auch der Bedarf nach adäquaten Pfeilen hinzugekommen. Die Nachfrage nach Pfeilbaukursen scheint diesen Trend zu bestätigen. Allem Anschein nach gibt es mehr fachlich Begabte, die sich an einen Selfbow wagen, als solche die auch die dazu passenden Pfeile selbst anfertigen. Dabei ist es eigentlich gar nicht so schwierig, ohne allzu viel Mühe authentische Pfeile im Eigenbau herzustellen. Vielleicht kann ich dazu beitragen, diese Lücke zu schließen.
Wer sich mit historischen Pfeilen beschäftigt, sollte möglichst klare Vorstellungen davon haben, wie diese aussehen sollen. Es gibt unzählige Pfeiltypen, die sich schwer in Kategorien zusammenfassen lassen. Allein bei den indigenen Völkern Amerikas existieren so viele unterschiedliche Pfeiltypen wie es Sprachen gibt. Während die Schäfte grob in parallele, einseitig getaperte sowie gebarrelte Typen unterteilt werden können, gibt es eine Unzahl von Befiederungsarten. Von der Zweifach- bis zur Sechsfachbefiederung, unterschiedlichen Längen der Fahnen sowie mit oder ohne Fahnenwicklung, traditionellen Crestings oder Nockgestaltung steht ein weites Betätigungsfeld zur Verfügung. Meine Anleitung beschränkt sich daher auf Arbeitstechniken, nicht auf die korrekte Ausprägung der Pfeiltypen verschiedener Völker.
Vorteilhaft ist eine Bastelwerkstatt mit Werkzeugen, die auch beim Bogenbau Verwendung finden. Die anstehenden Arbeiten müssen natürlich nicht am Lagerfeuer mit dem Obsidianmesser und Schleifmittel aus Sandstein erfolgen, sondern können zeitgemäß mit modernen und preisgünstigen Werkzeugen gemacht werden. Ein kleiner Band- u. Tellerschleifer, eine Bandsäge mit 6 mm Sägeband, eine Bohrmaschine sowie eine Heißluftpistole erleichtern die Arbeit ungemein! Denn es sollen zwar historisch korrekte Pfeile werden, jedoch ohne allzu viel Aufwand damit zu treiben. Zeit ist ein kostbares Gut und am Ende zählt allein das Ergebnis.
Ganz am Anfang stehen spätherbstliche und winterliche Spaziergänge im Freien auf dem Programm, denn die Schößlinge sollen in einer Zeit geerntet werden, wo das Wachstum ruht. Interessant sind Flächen mit Wildwuchs, wo niemand was dagegen hat, wenn man ein paar Schößlinge mit der Gartenschere abzwickt. Geeignet ist zweijähriges Holz von Hartriegel, Kornelkirsche, Berberitze, Liguster, Wolliger Schneeball, Flieder und Forsythie, die möglichst gerade sowie astfrei gewachsen sein sollen und sich nicht allzu sehr von unten nach oben verjüngen. Denn der Schaft soll keine größeren Dickenunterschiede aufweisen. Zu bedenken ist ferner, dass die Schäfte beim Trocknen etwas in der Dicke schrumpfen.
Diese schneiden wir also in der passenden Länge, entfernen sauber etwaige kleine Astansätze, schnüren sie zu einem ordentlichen, geraden Bündel und verfrachten sie in ein kühles, dunkles Plätzchen in einem Kellerabteil, Gartenhäuschen etc., wo sie nun trocknen können. Die Schnürung sollte alle 1 – 2 Wochen kontrolliert und erforderlichenfalls neu festgezurrt werden, damit die Stäbchen schön gerade trocknen. Je gerader sie von selbst trocknen, umso weniger Arbeit haben wir mit der Begradigung. Die Trocknung kann dazu führen, dass sich manche Stäbchen nachträglich krümmen. Stark verbogene Stäbchen sortieren wir daher bei jeder Kontrolle aus. Dieser Vorgang wiederholt sich etwa 6 Monate lang, dann können wir die Rinde abschaben. Dazu eignen sich hervorragend kurze Stanley Surform-Schaber, die einer Küchenraspel gleichen und im gut sortierten Baumarkt erhältlich sind.
Als Nächstes brauchen wir eine Heißluftpistole, diese schalten wir – sofern sie überhaupt Einstellmöglichkeiten hat – auf eine mittlere Stufe und stellen sie mit dem Gebläse nach oben auf die Werkbank. Den Schößling halten wir waagrecht etwa 5 – 10 cm über das Gebläse, und zwar so, dass die Stelle, welche wir begradigen wollen, sich genau über dem Luftauslass befindet. Dabei lassen wir Vorsicht walten, um uns nicht die Finger zu verbrennen! Nun drehen wir also den Schößling langsam um die eigene Achse, bis er so heiß geworden ist, dass wir ihn gerade noch schmerzfrei anfassen können. Die Heißluftpistole schalten wir zwischenzeitlich ab, um sie nicht zu überhitzen und biegen den Schößling mit beiden Händen vorsichtig gerade, wobei wir in kurzen Abständen entlangpeilen, ob wir ihn bereits genug ausgerichtet haben oder noch nachgeholfen werden muss.
In den Holzzellen befinden sich ätherische Harze, Öle und Säfte, die während der Trocknung erstarren, sich durch die Erhitzung jedoch wieder verflüssigen und dadurch das Holz biegbar machen – prinzipiell derselbe Vorgang wie beim Biegen von Recurves beim historischen Bogen. Sobald die Harze und Öle wieder vollständig ausgekühlt und erhärtet sind, verbleibt der Schaft in der korrigierten Form.
So verfahren wir bei allen ungeraden Stellen des Schößlings, indem wir darauf achten, die bereits korrigierten Stellen nicht versehentlich wieder zu verbiegen. Zur Sicherheit nehmen wir reihum jeweils den nächsten Schößling zur Hand, währenddessen die Vorhergehenden abkühlen können. Schließlich werden wir eine Anzahl perfekt begradigter Schäfte haben, sowie einige Stücke, die sich einfach nicht ausrichten lassen. Die sortieren wir ebenfalls aus, da es sich nicht lohnt, zu viel Zeit für einen widerspenstigen Schaft aufzuwenden, der ja doch nie perfekt werden wird.
Danach werden wir die Schäfte barreln – das heißt, sie werden vorne und hinten etwas ausgedünnt, sodass sich die dickste Stelle am FOC-Punkt (forward of center) befindet. Ich halte es für besser, die endgültige Schaftlänge erst nach dem Barreln festzulegen, weil dann besteht noch die Möglichkeit zur Korrektur zu dünn geratener Enden oder der genauen Positionierung des FOC. Letzteren zeichnen wir rund um den Schaft mit Bleistift an, damit wir einen Anhaltpunkt für die weitere Bearbeitung haben.
Bei diesem Arbeitsabschnitt können betreffend die Ausarbeitung der Nocken zwei Wege beschritten werden:
Der Schaft ist am hinteren Ende stark genug, um den Nock mit leichter Verdickung aus dem gewachsenen Holz herauszuarbeiten.
Der Schaft weist einen natürlichen Taper auf, der eine aufgesetzte Nockverdickung erfordert, um die Nockkerbe korrekt auszuführen. Darauf kommen wir noch später zu sprechen.
Meine Methode im Fall 1: ich halte den Schaft zwischen Daumen und Zeigefinger am vorderen Ende und drehe ihn mit sanftem Druck am hinteren Schaftende längs über den laufenden Bandschleifer, wobei der als Nock gedachte Teil zirka 2 Zentimeter über die Rolle des Bandschleifers hinausreicht und somit in voller Dicke erhalten bleibt. Das Schleifband läuft dabei von rechts nach links. Der Schaft wird daher durch das laufende Schleifband nach links gezogen, während ich mit der Rechten den Schaft in Position halte und gleichzeitig drehe (Bei Linkshändern geht natürlich alles umgekehrt). Dabei ist größte Vorsicht geboten, dass man sich nicht versehentlich ein Stück Haut wegschleift! Ich verwende für diesen Vorgang absichtlich keine neuen Schleifbänder, weil man sich damit erstens nicht so leicht verletzt, zweitens weniger Material abgetragen wird, und der Schaft daher nicht ganz so rasch verdorben werden kann.
Danach drehe ich den Schaft um und rolle ihn abermals längs über das Schleifband, um den vorderen Teil auf jenen Durchmesser herab zu tapern, der zur Tülle der Spitze passt. Sobald der Schaft zu unserer Zufriedenheit ausgefallen ist, glätten wir ihn mit Stahlwolle oder feinem Schleifpapier.
Meine Methode im Fall 2: bei jenen Schäften, die sich durch ihr natürliches Wachstum zum hinteren Ende hin verjüngen, nehmen wir einen 2 cm langen Abschnitt eines zu dick geratenen Schößlings, bohren an einem Ende ein etwa 1,5 cm tiefes Loch in der Dicke des Schaftendes. In dieses Loch wird nun der Schaft mit Weißleim eingeklebt und nach dem Trocknen präzise am Schleifband gerundet und nach historischen Vorbildern ausgeformt.
Nun erfolgt die Anbringung der Nockkerben. Meine bewährte Methode dabei ist, dass ich das Nockende in die Bandsäge schiebe, und zwar exakt auf die Sägebreite von 6 mm. Danach weite ich diesen Schnitt mit Schlüsselfeilen aus und arbeite einen Klemmnock heraus. Die Passform kontrolliere ich vorsichtig (um den Nock nicht zu sprengen) mithilfe der zu verwendenden Sehne samt Mittenwicklung.
Jetzt können die fertigen Schäfte ein letztes Mal auf Geradheit überprüft und eventuell korrigiert werden, danach wird das Schaftgewicht und der Spine gemessen. Geringfügige Unterschiede im Gewicht können durch weitere Materialabnahme in der FOC-Gegend ausgeglichen werden. Unterschiede beim Spinewert können mittels gezielter Holzhärtung an der richtigen Stelle mittels Heißluftpistole erreicht werden, indem wir den Schaft ganz leicht anbräunen. Hierbei müssen wir achtgeben, dass sich der Schaft bei dieser Prozedur nicht wieder verzieht sowie dass der Spinewert gleichbleibt.
Es ist halt so, dass – analog zum Bogenbau – auch der Pfeilbau viel Übung und Arbeitsroutine erfordert, die man nicht vom Anfang an besitzt, sondern erst nach etlichen Arbeitsdurchgängen erwirbt. Einen guten historischen Pfeil anzufertigen, erfordert mindestens die gleiche Sorgfalt wie einen guten Bogen zu bauen. Also bitte nicht gleich die Nerven wegwerfen! Wenn es nicht gut läuft, ist es besser, die Arbeit ruhen zu lassen und erst dann fortzufahren, wenn die nötige Gemütsruhe und Motivation wieder zurückgekehrt ist.
Ich selber benötige etwa 10 Minuten, um einen Schößling zu begradigen und zu barreln. Arbeitsschritte, welche hinterher anfallen, wie Cresting aufmalen, Befiederung und Spitzen anbringen etc., fallen auch beim Pfeilbau mit fertigen Holzschäften aus dem Fachhandel an und sind ohnehin allgemein bekannt.
Abgesehen von der Erfüllung des historischen Anspruchs haben Pfeile aus Schößlingen einen praktischen Vorteil: sie sind wesentlich haltbarer als maschinell hergestellte Schäfte aus Nadelholz. Das kommt daher, dass ihre Jahresringe über die gesamte Schaftlänge zentrisch um die Markröhre angeordnet sind und infolge der Korrektur völlig gerade verlaufen. Daher ist es ausgeschlossen, dass – anders als bei Schäften aus dickeren Stämmen – die Jahreslinie auch mal diagonal im Schaft verläuft, was der häufigste Grund für Pfeilbrüche ist.
Kurz noch ein paar Worte zum Thema Pfeile spleißen: es sieht komplizierter aus als es ist. Wir müssen lediglich drauf achten, dass die zu spleißenden Schäfte gleich dick sind. Wir schneiden in den vorderen Teil einen etwa 5 cm langen V-Ausschnitt und schleifen den hinteren Teil passend zu. Dann stecken wir die beiden Teile zusammen und prüfen die gerade Ausrichtung. Ist der Schaft gerade, dann markieren wir mit einem Bleistiftstrich über beide Teile, damit wir sie nicht versehentlich um 180 Grad verdreht zusammenleimen. Passt die Ausrichtung nicht exakt, dann stecken wir sie um 180 Grad gedreht zusammen. In den allermeisten Fällen wird der Pfeil eine Gerade bilden. Falls nicht, müssen wir den hinteren keilförmigen Teil halt nachbearbeiten. Beide Teile an den Schnittflächen mit Weißleim einstreichen, zusammenfügen und mit Leimklemmen fixieren. Die Gerade nochmals überprüfen, dann einen Tag lang trocknen lassen und anschließend die Unebenheiten an der Klebestelle wiederum mit dem Bandschleifer behutsam glätten. Ein derart gespleißter Schaft hält ebenso gut wie gewachsenes Holz.
Schreiten wir also zur Befiederung. Eine historisch korrekte Befiederung soll nicht mit gefärbten und fertig gestanzten Federn erfolgen. Aus Authentizitätsgründen benötigen wir hierzu ganze Naturfedern, am besten von der Graugans. Mauserfedern lassen sich im Frühling an See- und Flussufern finden oder – falls man Glück hat – beim Züchter ergattern. Eigentlich sind alle Federn von großen Wasservögeln geeignet. Die beste Befiederung lässt sich aus den Schwungfedern der Flügel anfertigen. Auch Schwanzfedern sind verwertbar, obwohl sie eine Nuance weniger Drehimpuls (Drall) haben werden.
Am besten sortieren wir unseren Federnvorrat in linke und rechte Schwungfedern sowie in Schwanzfedern. Dann wenden wir uns einer der drei Kategorien zu und trennen mit einem scharfen Messer (Tapetenmesser etc.) behutsam die Federn an der Kielrille in zwei Hälften. Diese werden wiederum in die breite Hälfte und die schmale Hälfte sortiert, weil oft auch die schmalen Hälften brauchbar sind.
Auf zwei Dinge ist achtzugeben: dass wir uns nicht in die Finger schneiden und dass beim Entlangschneiden in der Kielrille die Klinge nicht aus der Spur läuft und dadurch die Feder kaputtmacht. Die korrekte Sortierung ist wichtig, damit später beim Ankleben der Befiederung alles glatt geht. Bei vorgestanzten Federn aus dem Fachhandel wurde bereits explizit darauf Rücksicht genommen, dass entweder nur links- oder rechtsgewundene Federn im Set verkauft werden. Wir Selbermacher müssen achtgeben, dass wir nur zusammenpassende Federn auf ein- und denselben Pfeil kleben!
Sobald wir eine größere Anzahl von geteilten und sortierten Fahnen beisammen haben, geht es an das „Formbrennen„ - meiner Ansicht nach die rascheste Methode, die außerdem eventuell vorhandenen Staubmilben den Garaus macht. Da der am Kiel anliegende von den Gänsen „gefettete„ Bereich ungezieferfrei sowie wasserbeständig ist, müssen die Fahnen nicht extra imprägniert werden.
Die Brennformen fertige ich mir selbst an, indem ich 2 idente Stücke aus Blech ausschneide und diese an eine robuste Klammer klebe. So kann ich die Federn festklemmen und den überstehenden Rand mit dem Feuerzeug abbrennen. Dabei sollte die Feder schräg nach oben zeigen, damit das Feuer von der Form weg brennt, anstatt zur Form hin. Der verkohlte Rückstand kann leicht mit den Fingern weggewischt werden.
Indem wir die Federn schließlich in die Klammer des Befiederungsgerätes klemmen und fest zusammengedrückt ein paarmal über Schleifpapier ziehen, glätten wir den Kiel.
Danach sind die Federn fertig und können auf den Schaft geklebt werden. Als Kleber kann Weißleim genommen werden. Wer es ganz authentisch will, nimmt Birkenteer, Hautleim oder Kaseinkleber. Zum Schluss noch ein paar Worte zur Federnwicklung: diese Art der Sicherung benutzten die englischen Langbogenschützen, die indigenen Völker Amerikas sowie die meisten Völker der Polarregion. Bei den Reitervölkern Eurasiens war die Federnwicklung hingegen unüblich.
Beschaffung von historischen Pfeilspitzen: Reproduktionen antiker Bronzespitzen stehen sehr selten zum Verkauf und wenn doch, dann sind sie teuer. Ich selbst habe schon mehrmals im Zuge eines Museumskurses etliche Stück im Sandgussverfahren angefertigt, weil im Fachhandel nirgends welche aufzutreiben waren.
Eisenspitzen stehen bei guten Mittelalterveranstaltungen oder im Internet öfters zum Verkauf, leider ist die Auswahl meist sehr gering.
Bevor wir die Spitzen anbringen, sollten wir die Schäfte noch einmal wiegen und den Spine messen, um ein stimmiges Pfeilset zu erhalten. Sollten die Gewichte leicht voneinander abweichen, können wir mittels vorsichtiger Materialabnahme am dicksten Schaftbereich noch Gewichtskorrekturen erzielen. Auch bei unterschiedlichen Spinewerten kann – wie bereits oben beschrieben - mit der Heißluftpistole nachgeholfen werden. Ein etwas steiferer Schaft ist dabei einem zu weichen Schaft vorzuziehen.
Ganz zuletzt kommen wir zur Oberflächenbehandlung. Geeignet dazu hat sich ein Anstrich bzw. Einreiben mit Schelllack oder ganz allgemein dieselben Mittel, welche bereits beim historischen Bogen Verwendung fanden.
Über pro & contra zu den Themen „Pfeilgewicht, Spinewert, Federnfläche„ etc. werde ich hier nicht Stellung nehmen, denn erstens muss eine historische Ausstattung im Licht der damaligen Zeit betrachtet werden, zweitens gibt es dafür bereits unzählige Abhandlungen. Wer echtes Interesse an vergleichenden Messungen hat, wird im Buch „Osmanische Kompositbögen„ von Adam Karpowiecz fündig. Letztendlich müssen wir aber selbst entscheiden, wieweit wir der Authentizität Tribut zollen und wo wir uns lieber an modernen Gepflogenheiten orientieren.
Um jegliches Missverständnis auszuschließen: für den Turniergebrauch dürfen nur handelsübliche Turnierspitzen verwendet werden. Jagd- oder Kriegsspitzen nehmen wir ausschließlich zur Präsentation bei Mittelalterveranstaltungen, historischen Ausstellungen oder als Zierpfeil für die Sammlung!
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Historische Pfeilschäfte: Repliken skythischer Pfeile (einige davon sind im historischen Schüttkasten des Lipizzanergestüts Piber für die Ausstellung „Folge der Herde“ ausgestellt) -
Nocken: Schäfte mit aufgesetzter Nockverdickung: Links ein Carbonschaft zum Vergleich, rechts ein vorgebohrter Nockaufsatz samt passend geschliffenem Schaft. -
Spleißen: Keilfömig passender Schaftunterteil -
Federn: Eine simple selbstgebastelte Brennform -
Historische Spitzen: Diverse Pfeilspitzen von der Steinzeit bis zum Mittelalter.
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Frische Schäfte: Frisch geschnittene Schäfte, wobei der Dritte von oben (Wolliger Schneeball) offensichtlich wegen zu vieler Krümmungen ausgemustert werden muss. -
Nocken: Aufgesetzte Nockverdickung: Links vor dem Schliff, rechts geschliffen und zentriert -
Nocken: Nocken: Oben aus dem gewachsenen Holz geformt, unten aus einem aufgesteckten Teil gemacht. -
Spleißen Klebeflächen beidseitig eingestrichen und zusammengeklebt.
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Quellenverzeichnis:
Betreffend antike und mittelalterliche Pfeilspitzen: Identifying Medieval Metal Arrowheads - Marina Daragan, National Academy of Sciences of Ukraine / ISP · Institute of Archaeology
Betreffend Nockausformung & Crestings: https://journals.openedition.org/beo/5018
Alexander the Great and the Arrows of Doom: https://erenow.net/ancient/greek-fire-poison-arrows-scorpion-bombs/5.php
Pileskafter fra Nydam I: https://samlinger.natmus.dk/do/asset/1898
Shooting Experiments with Early Medieval Arrowheads: https://exarc.net/issue-2019-3/mm/shooting-experiments-early-medieval-arrowheads
The Battle of the Tollense River, 1250 BCE: http://benedante.blogspot.com/2016/03/the-battle-of-tollense-river-1250-bce.html?m=1
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